TweetCamp in Köln – gerne wieder!

TweetCamp 2013 im Startplatz

Am Wochenende fand das erste TweetCamp in Deutschland statt und Köln als die heimliche Internethauptstadt war dafür der perfekte Ort. Die Räume im Startplatz im Mediapark waren ideal und so gab es genügend Platz für mehrere gleichzeitig stattfindenden Sessions und um gemütlich zu Netzwerken. Viele bekannte Gesichter der Kölner Internetszene und Twitterer habe ich getroffen und viele neue Bekanntschaften gemacht. Einige kannte ich nur über Twitter und nur deren Twitternamen, so war die Vorstellungsrunde umso spannender.

Da immer mehrere Sessions beim TweetCamp gleichzeitig stattfanden, gibt es hier nur einen kleinen Einblick.

Die Sessions des 1. Tages beim TweetCamp, an denen ich teilnahm:

Twitterpoll – Warum folgst Du?  @ManuMarron

Die erste Session war sehr unterhaltsam, @ManuMarron stellte mit allen Teilnehmern eine Umfrage zusammen mit den Thema „Warum man bestimmten Twitterern folgt bzw. entfolgt und warum man überhaupt Twitter nutzt“. Die Fragen für die Umfrage wurden von den Teilnehmern zusammen getragen und so kamen viele interessante Anregungen zusammen. Die Fragen für die Twitterumfrage hat Sie dann in ein Online-Umfrage-Toll eingestellt und jeder sollte den Link auf Twitter tweeten und natürlich auch an der Umfrage teilnehmen.

Bloggercamp.TV – Wie Merkel besiegen @gsohn

In der zweiten Session erzählte Gunnar Sohn über den Hangout on Air von Angela Merkel und warum er Thema der Medienaufsicht wurde. Frau Merkel kündigte im Frühjahr an einen Google Hangout on Air mit ausgewählten Bürgern zu veranstalten, wie ihn schon Barack Obama vorher gehalten hat. Zu dieser Zeit wurde auf Google+ viel darüber diskutiert, dass jeder der einen Google Hangout on Air durchführen möchte einen Rundfunksendeantrag stellen muss. Da dies gerade auch bei Gunnar Sohn ein Gesprächsthema war, hat er  folgende Frage an die Pressestelle der Medienanstalt Berlin-Brandenburg gestellt – Link zur kompletten Frage, Kurzform: Verfügt das Kanzleramt als Veranstalter über eine Sendelizenz? Und was sich daraus entwickelte hat er sehr unterhaltsam in der Session erzählt. Dank seiner Frage braucht man nun keinen Rundfunksendeantrag mehr zu stellen. Vielen Dank deinen Einsatz! 

Was wollt Ihr von uns? Und wir von Euch? – Zum Verhältnis von klassischen Medien und klassischen Twitterern. @ksta_news

@DanielaJaschob, @christinebadke, @AnnaLampert vom Kölner Stadt Anzeiger riefen erst einmal zum analogen Twittern auf. Wir sollten Fragen, Anregungen und Wünsche auf Zettel schreiben und diese rund geben. So konnte man den Fragen mit einem Strich eine Wichtigkeit hinzufügen. Sie beantworteten Fragen und erzählten aus ihren Alltag in der Online Redaktion des Kölner Stadt Anzeigers. Eine Erkenntnis war, dass für die meisten Twitternutzer es wichtig ist zu wissen wer steckt hintern den Tweets eines Firmen-Accounts. In der Beschreibung eines Twitter-Profils sollte man immer erwähnen wer für einen twittert.

Appgefahren – Twitter Apps & Co. @diesteph

In der Session wurde von @diesteph und den Teilnehmern einige ihrer beliebtesten Apps vorgestellt. Wie z.B.  Twittdeck, Plume, Hootsuite, twittercounter und Lapse It, Fokustwist, Snapseed8mm. Es waren noch einige mehr, leider habe ich nicht alle notiert.

Social Media Monitoring und Twitter  #Hochwasser @hirnrinde

Stefan Evertz aka @hirnrinde von Brandwatch hat am Beispiel vom Hashtag Hochwasser gezeigt was ihr Monitoring Tool aus Twitter alles raus filtern kann. Das Tool ist wirklich übersichtlich und sehr vielseitig einsetzbar. Ein Monitoring Tool filtert weit mehr aus, als die normale Twittersuche. Sie zeigt gerade mal  2/3  aller Inhalte an, schließlich verdient Twitter an der Vermarktung der Daten sein Geld..

Die Sessions des 2. Tages beim TweetCamp, an denen ich teilnahm:

Journalisten gründen Twitter Start-up Tame – @tame_it

Torsten Müller und Tobias Wagner von Tazaldoo stellten Tame vor. Ein tolles Projekt und Werkzeug nicht nur für Journalisten, Tame ist eine Kontextsuchmaschine für Twitter. Sehr übersichtlich und effektiv durchsucht das Toll Twitter und zeigt die Ergebnisse nach der Relevanz sortiert an.

Veranstaltungsbegleitung per Twitter @ak_text

Andrea Kamphuis hat in dieser Session mit den Teilnehmern über die Veranstaltungsbegleitung per Twitter diskutiert. Vorab haben wir einen Einblick in Ihre Arbeit bekommen und Sie erzählte von den Schwierigkeiten von Institutionen in sozialen Netzwerken zu agieren. Das wichtige ist, dass man nicht nur kurz vorher und während einer Veranstaltung twittert, es bedarf schon eine längere Vorlaufzeit und auch die Nachbetreuung muss gut geplant sein. Einen Twitter-Account nur für eine Veranstaltung anzulegen, ist in den meisten Fällen eher nicht ratsam, außer es gibt von der Veranstaltung eine Wiederholung oder es ist geplant ein immer wiederkehrendes Ereignis zu  etablieren. Die Betreuung eines Veranstaltungs-Twitter-Accounts bedarf eine stetige und intensive Betreuung, das sollte man vorher auf jeden Fall berücksichtigen und einplanen. Ein gut bespielter Twitter-Account kann aber eine Veranstaltung auch mehr Aufmerksamkeit bringen und auch ein Feedback.

Changemanagment & Social Media @Scytto

Beim Changemanagement geht es darum vor einer Produkteinführung oder einer Neuerung im Unternehmen alle Betroffenen vorher zu informieren, zu motivieren und zu befähigen mit der Neuerung klar zukommen. So, dass alle Beteiligten die Neuerung annehmen und positiv empfinden. Bei dieser Session ging es eher um das Socialmedia Intranet. Hier ist ganz klar festzustellen, wenn die Führungsebene nicht mit positiven Beispiel und Enthusiasmus mit macht, werden auch die Mitarbeiter kein Gefallen finden an einem internen Socialmedia.

Hashtology- PR Erfolg & Katastrophen @OReilly_Verlag

Alex Plaum und Corina Phalmann vom O´Reilly Verlag haben uns einen amüsanten Einblick in die PR Erfolge und Katastrophen bei der Nutzung von Hashtags gegeben. Hier hat es sich gezeigt, dass es wichtig ist bevor man für einen Hashtag für seine eigenen Marketingzwecke benutzt zu recherchieren ob dieser eventuell schon für etwas andres benutzt wird. Auch sollte man genau schauen ob  ein Hashtag nicht eventuell für etwas anderes gehalten werden kann, mögliche Silbentrennungen kontrollieren!

Twitter versus App.net @bitpage

Die letzte Session des 2. Tages wurde von Daniel Höly und Christopher aka @bitpage gehalten. Sie stellten App.net vor. App.net ist eine Socialmedia Plattform die komplett ohne Werbung auskommt, dafür zahlt man für einen Monatsbeitrag ab 5 Dollar. App.net gibt es seit August 2012 und bietet eine offene Schnittstelle für App-Entwickler. Zurzeit ist es möglich sich für einen kostenlosen Account anzumelden, dieser bietet aber nur die Interaktion mit 40 Nutzern.

Was bleibt noch zu sagen, es war eine tolle, informative, kommunikative und gut organisierte Veranstaltung.

 

Vielen Dank den Organisatoren, speziell an die  @diesteph für ein gelungenes TwitterCamp in Köln. So eine Veranstaltung geht nicht ohne Sponsoren, auch hier ein Dank. Und zum Schluss möchte ich allen Teilnehmer einen Gruß aus dem Bergischen schicken, durch euch hat das TwittCamp  erst so Richtig Spaß gemacht. Freue mich schon auf das Nächste Camp.

Weitere tolle Beiträge gibt es hier und die ersten Stimmen:

Tweetwall des TweetCamps

LiveStreams vom TweetCamp

Fotos vom TweetCamp

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Über Nicole Hundertmark

Nicole Hundertmark hat über 20 Jahre Gastronomie-Erfahrung (Küchenchefin, Betriebsleitung, Geschäftsleitung, Veranstaltungsmanagement). Seit mehreren Jahren beschäftigt Sie sich mit Gastronomie-Marketing und PR. Nach einer Ausbildung zur Kauffrau für Marketing-Kommunikation hat sie sich auf Online-Marketing und Social Media spezialisiert. Sie berät Dienstleistungsunternehmen bei ihren Social Media Auftritten und Aktionen und ist Projekt-Managerin bei allen Projekten von Gastronomie im Netz.

2 Gedanken zu „TweetCamp in Köln – gerne wieder!

  1. Andreas

    Hi Nicole,

    das TweetCamp war eine gelungene Veranstaltung. Es gab soviele Themen, soviele interessante Menschen.

    Und ich finde, du hast eine gute Zusammenfassung geschrieben.

    1. Nicole Hundertmark

      Hallo Andreas,

      vielen Dank. Ich fande das TweeetCamp auch richtig gut. Alles hat gestimmt und ganz besonders die lockere Atmosphäre
      Freue mich schon auf das nächste.

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